Wenn man mal so austeigt, für eine Weile.
Und dem strengen Blick der Anderen ausweicht.
Weil man stehen geblieben ist- welch negative Stimmung in diesen Worten schwingt.
Aber stehenbleiben, heißt sich umzuschauen.
Aus der Ohnmacht des Rennens einmal aufzuwachen.
Sich umzusehen. In sich hineinzusehen.
Die anderen rennen weiter. Wohin denn eigentlich?
Wohin rennt ihr alle?
Glaubt ihr, es wird sich etwas verändern, wenn man nur schneller rennt?
Das Licht der Welt erblicken, Kindergarten.
Schule, Studium, Geld verdienen.
Rente, Tod. Und dann? Den Rest des Beitrags lesen »

vom Stehenbleiben…
November 26, 2008
101 Dalmatiner
Oktober 20, 2008Wenn ich damals mit meinem Dalmatiner spazieren ging, schauten die Leute oft überrascht, oder verwundert auf den ´kunter- bunt` auffälligen Hund.
Dann kam der Film in die Kinos: 101 Dalmatiner.
Schlagartig wusste jeder (vor allem Kinder) die Rasse meines damals noch seltenen Hundes zu benennen.
„ Oh guck mal, ein Dalmatiner!“ schrieen die Kinder mit ihren schrillen Stimmen und zeigten dabei mit ihren Patsche- Händchen auf meinen stolzen Hund.
„Darf ich den mal streicheln?“
Es folgten immer die gleichen Rede und Antwort Abfolgen, wie alt das Tier sei, auf welchen Namen er (in dem Falle sie) höre, ob die anderen 100 etwa Zuhause geblieben wären…
Als eines Tages wieder ein Kind mit seinen Wurstfingern auf meinen Hund zielte, und laut brüllte:
„ Boah guck mal Mama! 101 Dalmatiiineeer!“ wurde mir das Ausmaß dieses Filmes erst bewusst.
Vielleicht könnte man sagen: 101 schwarze Flecken auf meinem weißen Hund, oder heute schon 101mal nach der Rasse betitelt, aber war da nur ein Dalmatiner und keine 101!
Pisa lässt grüßen.

Manchmal ist der Tod besser!
Oktober 16, 2008Theoriekurse sind auch im Designstudium unausweichlich. Dass das aber sooo trocken werden würde, hab ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können! Wenn man sein Leid wenigstens teilen könnte und nicht als einziger den Drang verspüren würde, aus dem Fenster zu springen. Stattdessen werden Referate über Platon und Sokrates mit einem Enthusiasmus vorgetragen, der schon zur Perversion gereicht. Ich könnte Blut spucken bei dem Gedanken, mich mit so einem Thema ernsthaft auseinander setzen zu müssen. Verdammt, ich will leben und atmen und keine Vorträge über europäische Kunstepochen halten…


Wenn ich groß bin…
Oktober 13, 2008Wenn ich groß bin, werde ich das, was ich schon immer werden wollte, etwas, von dem ich überzeugt bin, das ich zu eben jenem Zeitpunkt dann auch weiß, was es ist.

Hoffe ich zumindest….

Aber wie das mit der Hoffnung immer so ist…

Karneval mit politischem Hintergrund
Oktober 12, 2008Ich gehe regelmäßig zu diversen Demonstrationen, weniger als Demonstrant als vielmehr als Zuschauer. Ich kann es nicht erklären warum mich solche Massenveranstaltungen magisch anziehen, aber irgendwie quält mich sonst das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Außerdem will ich später meinen Kindern (sofern ich überhaupt einmal welche haben werde) sagen können, dass ich etwas gegen den Wahnsinn (welchen auch immer) getan habe.
Nichts ist beschämender als das Trauma vom Dritten Reich- Phänomen, und es steckt tief in mir, obwohl ich ja eigentlich persönlich damit nichts mehr zutun habe.
Heute war wieder eine dieser Demonstrationen.
Ein Marsch gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Undefinierbarer Haufen Scheiß
Oktober 11, 2008Wer kennt ihn nicht? Den undefinierten Haufen Müll, den man an irgendeine bestimmte Stelle in seinem Zimmer verdammt. Eine Ansammlung von wirr zusammengewürfelten Gegenständen, die nicht das geringste miteinander zu tun haben, außer dass sie einem den Platz stehlen. Platz, den man nicht mehr nutzen kann. Wie ein Loch im Weltraum, radioaktiv verseuchtes Gebiet oder ein beschädigter Bereich auf der Festplatte. Man hofft, dass diese Dinge beim nächsten Aufräumen verschwinden; dass man einen Ort findet, an dem sie hingehören. Aber es gibt ihn nicht. Er ist ganz einfach nicht da.


Willkomen im Raum der Zwischengedanken…
Oktober 7, 2008… Zwischengedanken, Augenblicke die zwischen den Alltäglichkeiten und den wirklich wichtigen Angelegenheiten eines Lebens passieren, einmal gedacht, nie mehr erinnert…
Dies ist ein Ort, an dem diese Banalitäten in Wort und Bild gesammelt werden, die die Wichtigkeit der Nichtigkeiten eines jeden und des gemeinsamen Lebens aufdecken….

